Eine kurze Geschichte „des Landkreises am Angerapp”

Die Verwaltungsformen, die dem geographischen und funktionellen Kreisland-aufbau ähnlich sind, kann man schon teilweise in der XIV. Jahrhundert zurückverfolgen, als die Kolonisation des Deutschen Ordners begann Galinder Heide (Puszcza Galindzka) zu umfassen. Wahrscheinlich bereits im Jahre 1312 wird vom Deutschen Ritterorden am Abfluss von Angerapp (Węgorapa) eine kleine hölzerne Burg gebaut, die zusammen mit Verteidigungsgebäuden in Steinort (Sztynort) und Lötzen (Giżycko) ein der Militarisch-verwaltungszentren im Bereich des nördlichen Teil der Landschaft der Großen Masurischen Seen bildete. Die historischen Quellen bestätigen die Existenz des Schlosses um ca. 1335, und es liegt aus dem Jahre 1340 das Dokument vor, das die Galinder Heide zwischen den Bezirken mit Sitz in Angerburg (Węgorzewo) und Lötzen (Giżycko) gliederte.

Nach der Säkularisierung des Deutschen Ordens im Jahre 1525 wurden die Bezirke in die Landratsamte (Amtshauptmann) umgestaltet. Der Sitz des Landrats wie früher des Pflegers (Pfleger war die Bezeichnung des Leiters eines „Amtes” in der Verwaltungshierarchie des Deutschen Ordens), blieb das Schloss. Angerburg (Węgorzewo) unterstand dem Gebiet Natangen (Natangia), indem war sie auch eine Einheit des höheren Ranges für die Pfarrgemeinde. Ca. 1560 wurde zum Angerburger Landratsamt die Pfarrgemeinde in Rosengarten (Radzieje) angeschlossen, die bisher zu Barten (Barciany) unterstand. Um 1656 reichten die Grenzen des Angerburger Landratsamts weit nach Osten, indem es die liegenden in der Nähe von Goldap (Gołdap) Gemeinden in Gurnen (Górne) und Grabowen (Grabowo) umfassten.

1701 das Landratsamt in Angerburg (Węgorzewo) gehörte zur Militär-Steuer- Kamera in Königsberg (Królewiec), die ähnliche Rolle wie die heutige Woiwodschaft spielte. Nach weiteren 65 Jahren entschloss sich das Landratsamt an die Kamera G (von 1808 Regierungsbezirk). Mit der wachsenden Bedeutung und Übernahme immer mehr Zuständigkeiten durch die Kameras, begann die Zerstörung der Landratsämter, die im Jahre 1752 verloren praktischen Sinn des Bestehens und die Stelle des Landrates wurde einen Ehrentitel.

1818, zusammen mit Verwaltungsreform hat man die Idee des Netzes der Landkreise entwickelt. Der Landkreis Angerburg umfasst die Pfarrgemeinden in Angerburg (Węgorzewo), Engelstein (Węgielsztyn), Buddern (Budry), Kruglanken (Kruklanki), Kutten (Kuty), Benkheim (Banie Mazurskie), Rosengarten (Radzieje) und Doben (Doba). Dieser Zustand blieb mit geringen Änderungen bis 1945 (man hat u.a. Possessem (Pozezdrze) beigefügt, nach 1907 das Dorf Serwillen (Surwiły).

 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat man zum Landkreis Węgobork - Węgorzewo (Angerburg) außerdem die Striche der ehemaligen Landkreise Gierdawski und Darkiejmski beigefügt. Im Jahre 1955 überging vom Landkreis Angerburg zum Landkreis Goldap die Gemeinde Benkheim (Banie Mazurskie). Im Vergleich mit dem Zustand vor 1945 wurden aus dem Landkreis Angerburg Masehnen (Mażany) ausgeschlossen (überging in dem Bestand von der Gemeinde und den Landkreis in Rastenburg (Kętrzyn)) und Doben (Doba), Kühnort (Dziwiszewo) und Deguhn (Dejguny) - Gemeinde Lötzen (Gmina Giżycko).
Der Landkreis Angerburg verschwand mit der Verwaltungsreform im Jahre 1975.

In den meisten Ideen der Staataufteilung nach dem Jahre 1989, hat man Angerburg (Węgorzewo) als Sitz des Landkreises behandelt, bestehendes aus den Gemeinden Benkheim (Banie Mazurskie), Buddern (Budry), Possessern (Pozezdrze) und Angerburg (Węgorzewo). Jedoch berücksichtigte die Verwaltungsreform des Landes im Jahre 1998 kein Bestehen des Landkreises Angerburg. Erst im Jahre 2001 entstand als Korrekturfolge des Landkreisnetzes der Landkreis Angerburg mit dem ersten Januar 2002, in dem Bestand die Gemeinden Angerburg (Węgorzewo), Buddern (Budry) und Possessern (Pozezdrze) kamen (Benkheim (Banie MazurskieKruglanken (Kruklanki) blieb im Landkreis Lötzen).

J. M. Łapo, Powiat nad Węgorapą,

Starostwo Powiatowe w Węgorzewie

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